Dinkelmilch - Wissenswertes und Rezept

Dinkel ist eine mit dem Weizen eng verwandte Getreidesorte. Seine Geschichte reicht bis in die Jungsteinzeit zurück. So stammen die ältesten Funde aus dem sechsten Jahrhundert vor Christi. Ab 1700 v. Chr. wurde das Getreide auch in Deutschland angebaut. Heute wird Dinkel besonders in der Babynahrung als Alternative zum Weizen eingesetzt.

Weil Dinkelmilch nicht aus dem Euter eines Säugetieres stammt, darf sie in der EU nicht den Namen Milch tragen und wird daher als Dinkeldrink vertrieben. Dinkelmilch schmeckt und riecht stark nach Getreide, was sie beim puren Genuss etwas gewöhnungsbedürftig macht. Im Kaffee ist der Milchersatz eine gute Alternative für alle, die keine Kuhmilch trinken möchten oder wegen Unverträglichkeiten oder Allergien nicht trinken können.

Dinkelmilch Inhaltsstoffe

Dinkelmilch liegt mit 45 Kalorien deutlich über der Mandelmilch aber immer noch unter der Vollmilch. An weiteren Nährstoffen hat sie neben 0,3 Gramm Eiweiß, 1 Gramm Fett und 8,4 Gramm Kohlenhydrate aufzuweisen. Leider schwanken die Nährwertangaben bei Dinkelmilch je nach Hersteller. So kann auch ein Milchersatz aus Dinkel mit nur 37 Kalorien, 0,3 Gramm Eiweiß, 0,3 Gramm Fett und 8,1 Gramm Kohlenhydraten gefunden werden.

Nährwerte von 100 ml Dinkelmilch im Überblick:

  • 45 kcal / 188 kJ
  • 0,3 Gramm Eiweiß
  • 8,4 Gramm Kohlenhydrate
  • 1 Gramm Fett

Weil die Dinkelmilch an Vitaminen und Mineralstoffen sehr wenig zu bieten hat, wird sie vom Hersteller häufig mit Kalzium angereichert. Die Getreidemilch punktet lediglich mit Ballaststoffen.

Dinkel

Ist Dinkelmilch gesund?

Dass Dinkelmilch gesund ist, lässt sich leider nicht allgemein feststellen. Sicherlich ist der Milchersatz nicht ungesund. Da der Dinkeldrink jedoch einen relativ geringen Eiweißwert hat, dafür aber einen hohen Anteil an Kohlenhydraten aufweist, ist er auch bei einer Low-Carb Ernährung nicht zu empfehlen.

Wer sich vegan ernährt, sollte daher die Dinkelmilch nicht als einzigen Milchersatz verzehren, sondern ab und zu auf einen anderen Milchersatz wie Mandelmilch oder Hafermilch zurückgreifen.

Vorteile und Nachteile

  1. Ein großer Vorteil der Dinkelmilch besteht darin, dass sie auch vom Milcheiweiß-Allergiker vertragen wird.
  2. Weil sie außerdem laktosefrei ist, kann sie bei Milchunverträglichkeit ebenfalls problemlos getrunken werden.
  3. Der Dinkeldrink ist in seiner Herstellung wesentlich umweltfreundlicher als die Kuhmilch.
  4. Wer sich vegan ernähren möchte, darf bei der Getreidemilch sicher sein, dass keine Tierprodukte enthalten sind.
  5. Der Gesundheit zuträglich sind die Ballaststoffe, die in der Ersatzmilch enthalten sind, weil sie dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken.

Nachteilig muss erwähnt werden, dass die Dinkelmilch recht wenig Nährstoffe enthält. Sie weist nur einen geringen Protein-Anteil auf, was sie auch für Sportler relativ uninteressant macht. Obwohl das Getreide recht ergiebig ist, ist der Milchersatz teuer. Dinkelmilch ist nicht glutenfrei!

Dinkelmilch Rezept

Wer auf das zugesetzte Kalzium im Dinkeldrink verzichtet, muss sich den Milchersatz nicht für teures Geld kaufen, sondern kann ihn mit wenigen Zutaten leicht zuhause selbst herstellen. Wie Sie die umweltfreundliche Dinkelmilch selber machen, erfahren Sie im folgenden Rezept. Sie benötigen:

  • 50 Gramm Bio-Dinkel (ganzes Korn)
  • 1,2 Liter Wasser
  • nach Belieben 5 Datteln zum Süßen
  • Keimglas, Mixer, Nussmilchbeutel

Dinkelmilch selber machen

  1. Geben Sie die Dinkelkörner in ein Keimglas.
  2. Gießen Sie 100 Milliliter Wasser auf, setzen Sie den Deckel aufs Keimglas und lassen Sie die Körner 8 Stunden keimen.
  3. Dann gießen Sie das Wasser ab. Halten Sie das Keimglas mit dem Dinkel unter den Wasserhahn, füllen Sie es und schütteln Sie das gefüllte Glas gut durch, um die Körner sauber zu spülen. Gießen Sie das Getreide-Waschwasser ebenfalls ab und beginnen Sie wieder bei Schritt 2.
  4. Schritt 2-3 muss insgesamt fünfmal durchgeführt werden. Erst dann haben die Dinkelkörner vollständig gekeimt.
  5. Füllen Sie also nach circa 2 Tagen einen hohen Mixbecher mit 0,7 Litern Wasser.
  6. Geben Sie den gekeimten und gespülten Dinkel hinzu und fügen Sie, wenn Sie die Dinkelmilch gerne leicht süß genießen möchten, die Datteln bei.
  7. Stellen Sie den Mixer auf höchste Stufe und mixen Sie die Zutaten gut durch.
  8. Anschließend gießen Sie Ihren Milchersatz in einen Nussmilchbeutel und winden den Beutel über einer großen Schüssel aus.
  9. Wringen Sie solange, bis keine Milch mehr aus dem Beutel heraustropft.
  10. Die fertige Dinkelmilch hält sich im verschlossenen Glas im Kühlschrank circa drei Tage.

Die Dinkelreste, die im Nussmilchbeutel zurückbleiben, können sie zum Backen von Plätzchen oder Brot weiterverwenden.