Kokosmilch - Milch der Kokosnuss

Kokosmilch ist weiß. Sie wird aus der Kokosnuss gewonnen und hat einen fruchtig-nussigen Geschmack. Bei vielen tropischen Völkern zählt sie heute noch ebenso wie schon vor tausend Jahren zu den Grundnahrungsmitteln.

Während in Europa die Kokosmilch in erster Linie von Cocktails, wie zum Beispiel der Piña Colada bekannt ist, wird in zahlreichen Ländern Asiens mit der Milch aus der Kokosnuss gekocht. Viele Suppen, Soßen, Gemüse- und Fleischgerichte der asiatischen Küche kommen ohne sie nicht aus.

Kokosmilch Inhaltsstoffe

100 Milliliter Kokosmilch enthalten zwei Prozent Eiweiß, 21 Prozent Fett und drei Prozent Kohlenhydrate.

Nährwerte von 100 ml Kokosmilch im Überblick:

  • 197 kcal / 824 kJ
  • 2 Gramm Eiweiß
  • 3 Gramm Kohlenhydrate
  • 21 Gramm Fett

Außerdem ist die Kokosmilch reich an Kalium und Natrium und Magnesium enthält sie ebenfalls. Sie ist bekannt für ihren Fettgehalt, der aber aus gesunden Fettsäuren, den sogenannten mittelkettigen Fettsäuren besteht. Die Triglyceride werden vom Körper nicht in Fettpölsterchen an Hüfte und Po eingelagert, sondern schnell in Energie umgewandelt.

Kokosmilch

Kokosmilch und Kokoswasser

Vielen ist der Unterschied zwischen Kokosmilch und Kokoswasser nicht klar. Als Kokoswasser wird die Flüssigkeit bezeichnet, die ausfließt, wenn in die unreife Kokosnuss ein Loch gebohrt wird. Das Wasser ist eher durchsichtig und schmeckt leicht süßlich. In einer vollreifen Kokosnuss ist übrigens kein Kokoswasser mehr vorhanden.

Kokosmilch ist eine trübe Flüssigkeit, die der Kuhmilch ähnlich sieht. Sie wird entweder von Hand oder maschinell hergestellt. Dazu wird das weiße Fruchtfleisch der reifen Kokosnuss ausgelöst und fein gemahlen. Die so erhaltenen Kokosraspeln werden mit einer Presse oder durch ein Baumwolltuch gepresst. Der Saft, der beim Pressen austritt, heißt Kokosmilch.

Es gibt die erste und die zweite Milch der Kokosnuss:

  1. Kokosmilch, die nach dem eben beschriebenen Verfahren hergestellt wird, heißt erste Kokosmilch. Sie ist dickflüssig, weil sie einen hohen Fettgehalt aufweist.
  2. Die zweite Kokosmilch ist dünnflüssig. Sie wird gewonnen, indem die gemahlenen Kokosraspeln mit Wasser verknetet werden. Und zwar wird unter das Fruchtfleisch einer ganzen Kokosnuss ein viertel Liter Wasser geknetet. Anschließend wird die so erhaltene Masse ebenfalls ausgepresst. Die nun ausfließende Flüssigkeit ist die zweite Kokosmilch.
  3. Beide Arten werden in zahlreichen Rezepten verwendet. Wer die Kokosmilch als Milchersatz verzehren will, sollte die dicke Kokosmilch (die erste Milch) mit Wasser verdünnen.

Ist Kokosmilch gesund?

Wer bedenkt, dass die Kokosnuss und die Kokosmilch in vielen tropischen Ländern zu den Grundnahrungsmitteln zählen, der kann sich denken, dass die braune Nuss einen hohen Nährwert hat und somit für die Menschen gesund ist.

Das entspricht den Tatsachen, wie in der Kitava-Studie bewiesen wurde. Bei dieser Studie, die ein schwedischer Wissenschaftler Ende der 80er Jahre auf der Insel Kitava durchführte, stellte er fest, dass die dort lebenden Menschen (ein Papua-Neuguinea-Volk) sich hauptsächlich von der Kokosnuss und deren Produkten ernährten.

Er fand heraus, dass die Inselbewohner nie an Demenz erkrankten und dass sie weder unter Herzproblemen noch unter Kreislaufstörungen litten. Die Todesursache der dort lebenden Bevölkerung waren Unfälle, Malaria oder Altersschwäche. Krankheiten, die für die westlichen Industrienationen typisch sind, waren auf Kitava unbekannt. Daraus lässt sich schließen, dass die Kokosnuss und somit auch ihre Milch gesund sind.

Weitere ausführliche Infos über Kokosmilch finden Sie hier: Kokosmilch: köstliche und gesunde Kokosnussmilch

Vorteile und Nachteile

Ein großer Vorteil der Kokosmilch liegt darin, dass sie den Körper mit gesunden Fettsäuren versorgt, die sich schnell in Energie umwandeln und zudem wichtig sind für die Energieversorgung der Lymphknoten und der Leber. Außerdem regen sie den Stoffwechsel an und beleben die Schilddrüse.

Der Nachteil der Kokosmilch besteht darin, dass sie nicht geschmacklos ist, sondern leicht süßlich, nussähnlich schmeckt, weswegen sie beim Zubereiten mancher Speisen deutlich hervorschmeckt.

Außerdem ist der hohe Fettgehalt nicht ganz unbedenklich. Wer täglich viel der leckeren Milch zu sich nimmt, muss damit rechnen, dass der Körper nicht alle Fettsäuren in Energie umwandeln kann und sich trotzdem kleine Fettpölsterchen bilden.