Schwedenmilch - Infos über Filmjölk

Wie der Name schon vermuten lässt, stammt Schwedenmilch aus Schweden, wo sie seit Jahrhunderten als gesundes Lebensmittel auf dem täglichen Speiseplan steht. In Schweden gibt es das leckere Milchprodukt in jedem Supermarkt in unterschiedlichen Fettstufen zu kaufen. Wer den schwedischen Filmjölk in Deutschland genießen möchte, findet ihn im Bioladen oder im Reformhaus.

Wer ein echter Schwede ist, isst sein Filmjölk mit Knäckebrot. Genauso lecker schmeckt die leicht säuerliche Schwedenmilch im Müsli. Sie kann pur getrunken oder mit Früchten verfeinert werden. Auch als herzhafte Variante ist Filmjölk nicht zu unterschätzen. Er eignet sich für die Salatsoße, lässt sich zu einem schmackhaften Dipp anrühren oder er verfeinert eine Gurkenkaltschale.

Ist kein Reformhaus in der Nähe, lässt sich Schwedenmilch mit wenigen Zutaten selber machen. Dabei sollte beachtet werden, dass das selbst hergestellte Sauermilchprodukt innerhalb von zwei bis drei Tagen aufgebraucht werden muss. Dass sowohl der gekaufte, wie auch der selbst gemachte Filmjölk im Kühlschrank aufbewahrt wird, versteht sich von selbst.

Was ist Schwedenmilch?

Schwedenmilch ist eine milde Dickmilch. Sie wird, ähnlich wie Joghurt, durch Zugabe von Milchsäurebakterien hergestellt. Allerdings werden für das Joghurt andere Bakterienkulturen gezüchtet und verwendet, als für die Sauermilch.

  • Die Milchsäurebakterien, die der Milch zugesetzt wurden, verwandeln den Milchzucker (Laktose) in Milchsäure.
  • Dadurch entsteht erstens der leicht säuerliche Geschmack.
  • Zweitens enthält die fertige Schwedenmilch weniger Laktose und kann eventuell auch von Menschen mit einer leichten Laktoseintoleranz getrunken werden.
  • Und drittens wird die Milch dick, denn sie gerinnt.

Schwedenmilch hat ursprünglich eine dicke, löffelfeste Konsistenz. Sie wird aber vor dem Abfüllen wieder flüssig gerührt, sodass sie problemlos getrunken werden kann. Sie ist übrigens nicht saisonabhängig, sondern zu jeder Jahreszeit erhältlich.

Schwedenmilch

Schwedenmilch Inhaltsstoffe

Schwedenmilch ist in Deutschland mit 3,5 bis 3,8 Prozent Fett erhältlich. Das ist nicht gerade wenig. Im Vergleich dazu: Vollmilch enthält im Durchschnitt 3,5 Gramm Fett und Buttermilch 1 Gramm Fett. Der Eiweißgehalt liegt bei 3,4 Gramm und an Kohlenhydraten hat sie 4,7 Gramm aufzuweisen. Ballaststoffe sind in dem Sauermilchprodukt aus Schweden nicht enthalten.

Nährwerte von 100 g Schwedenmilch im Überblick:

  • 66 kcal / 278 kJ
  • 3,4 Gramm Eiweiß
  • 4,7 Gramm Kohlenhydrate
  • 3,5 Gramm Fett

Wie auch die Vollmilch ist die Schwedenmilch reich an Kalzium. Ihr Vitamin-A-Gehalt ist fast doppelt so hoch, wie in der Vollmilch und auch an Folsäure kann die Schwedenmilch ein erhebliches Plus aufweisen. Außerdem beinhaltet sie Retinol, Beta-Carotin, die Vitamine B1 bis B12, Vitamin C, D, E und K. An Mineralstoffen hat sie neben Kalzium auch Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel zu bieten. Und ihr Gehalt an Spurenelementen setzt sich aus Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan und Zink zusammen.

Ist Schwedenmilch gesund?

Bei einer derartigen Fülle von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sollte sich die Frage, ob Schwedenmilch gesund ist, eigentlich gar nicht stellen. Dennoch kann eine Antwort, die einzelne Vorzüge der schwedischen Sauermilch behandelt, natürlich nicht schaden.

  1. Wie alle Sauermilchprodukte wirkt sich auch die Schwedenmilch günstig auf die Verdauung aus. Sie hilft beim Aufbau einer gesunden Darmflora und unterstützt dadurch die Digestion.
  2. Das relativ schwer verdauliche Casein der Milch spalten die Milchsäurebakterien auch auf.
  3. Ebenso verwandeln sie Milchzucker in Milchsäure, wodurch das Milchgetränk auch von vielen Menschen, die unter einer leichten Laktoseunverträglichkeit leiden, ohne Probleme getrunken werden kann.
  4. Das Kalzium in der Schwedenmilch ist für den Knochenaufbau ebenso notwendig, wie für gesunde Zähne.
  5. Vitamin A wird benötigt für den Stoffwechsel und den Sehvorgang. Es spielt beim Aufbau von Haut und Schleimhäuten eine Rolle und es stärkt das Immunsystem.

Schwedenmilch selber machen

Wer seine Schwedenmilch selber machen möchte, benötigt dazu nur wenige Zutaten: 0,5 l Frischmilch, 100 ml süße Sahne, 100 ml saure Sahne, Eiswürfel und kaltes Wasser.

  • Gießen Sie die Milch in einen Topf und stellen Sie sie bei mittlerer Hitze auf den Herd.
  • Erhitzen Sie die Milch langsam, aber sorgen Sie dafür, dass sie nicht kocht.
  • Während sich die Milch erwärmt, bereiten Sie ein Kaltwasserbad vor. Füllen Sie eine große Schüssel mit etwas kaltem Wasser und geben Sie einige Eiswürfel dazu.
  • Kurz bevor die Milch zu kochen beginnt, nehmen Sie den Topf vom Herd und stellen ihn sofort ins kalte Wasserbad. Das bewirkt, dass die Milch rasch wieder abkühlt.
  • In die erkaltete Milch gießen Sie die süße und die saure Sahne.
  • Rühren Sie kurz um und decken Sie Ihr Gefäß mit etwas Frischhaltefolie ab.
  • Nun lassen Sie die Milch für mindestens 24 Stunden bei Zimmertemperatur ruhig stehen.
  • Sobald die Milch angenehm säuerlich riecht und eine löffelfeste Konsistenz besitzt, ist ihre Schwedenmilch fertig.
  • Nun wird sie entweder frisch verzehrt, oder im Kühlschrank gelagert (maximal 2 bis 3 Tage).

Sie können Schwedenmilch nicht im Joghurtbereiter zubereiten! Da Joghurt zur Herstellung höhere Temperaturen benötigt und das Gerät darauf eingestellt ist.