Frischmilch und ESL-Milch - pasteurisierte Milch

Milch, direkt aus dem Euter der Kuh heißt Rohmilch. Sie ist unbehandelt, allerhöchstens durch einen groben Filter gegossen. Rohmilch ist natürlich die "frischeste" Milch, die es gibt. Diese findet sich nicht im Laden, sondern nur direkt beim Bauern.

Wenn Milch durch Pasteurisierung von schädlichen Mikroorganismen befreit wurde, steht sie in den Regalen der Supermärkte. Pasteurisierung ist die Erwärmung auf 72 bis 75 Grad Celsius. Die Erhitzung dauert nur 15 bis 30 Sekunden. Dadurch werden die Keime abgetötet, aber wenig Vitamine zerstört.

Frischmilch ist pasteurisierte Milch. ESL-Milch ist pasteurisierte Milch, die durch verschiedene Erhitzungsverfahren länger haltbar gemacht wurde. Ihr Aufbewahrungsort ist, ebenso wie der der Frischmilch, auch in ungeöffnetem Zustand der Kühlschrank.

Frischmilch Inhaltsstoffe

Frischmilch und ESL-Milch gibt es in drei verschiedenen Fettgehaltsstufen:

  • Wenn die Milch circa 4 Prozent Fett aufweist, heißt sie Vollmilch und hat 64 Kilokalorien pro 100 Milliliter. Sie enthält drei Prozent Eiweiß und fünf Prozent Kohlenhydrate.
  • Frischmilch oder ESL-Milch mit einem Fettgehalt von 1,5 Prozent heißt fettarme Milch. Sie hat 49 Kilokalorien. Ihr Proteingehalt liegt ebenso bei drei Prozent und der Gehalt von Kohlenhydraten beträgt fünf Prozent.
  • Milch, die nur noch einen Fettgehalt von 0,1 Prozent hat, trägt den Namen Magermilch beziehungsweise entrahmte Milch. Sie beinhaltet ebenso drei Prozent Eiweiß und fünf Prozent Kohlenhydrate, hat aber nur 36 Kilokalorien.

Nährwerte von 100 ml Frischmilch / ESL-Milch:

  1. Vollmilch: 64 kcal / 269 kJ
  2. Fettarme Milch: 49 kcal / 203 kJ
  3. Magermilch: 36 kcal / 151 kJ
  4. 3 Gramm Eiweiß
  5. 5 Gramm Kohlenhydrate
  6. Vollmilch: 4 Gramm Fett
  7. Fettarme Milch: 2 Gramm Fett
  8. Magermilch: 0,1 Gramm Fett

Sowohl die Frischmilch wie auch die ESL-Milch weisen die Vitamine A, B1, B2, B6, B12, C, D, E und K auf. An Mineralstoffen beinhalten sie Kalzium, Magnesium, Phosphor, Natrium, Jod, Zink und Eisen. Durch die kurzzeitige Erhitzung hat die Frischmilch circa 10 Prozent weniger Vitamine und Mineralstoffe als die Rohmilch. Die ESL-Milch verzeichnet teilweise einen Vitaminverlust von bis zu 30 Prozent gegenüber der Rohmilch.

Frischmilch

Pasteurisierte Milch Haltbarkeit

Während der Verbraucher Rohmilch vor dem Verzehr abkochen sollte, um sie von Keimen zu befreien, wurde die pasteurisierte Milch bereits auf über 72 Grad Celsius erhitzt. Dadurch enthält sie weder schädliche Keime noch Keime, die für einen schnellen Verderb der Milch verantwortlich sind.

  • Frischmilch kann zum Beispiel bedenkenlos in der Schwangerschaft und von Kleinkindern getrunken werden und sie kann ungeöffnet sechs bis zehn Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Die ESL-Milch ist eine Frischmilch, die aufgrund diverser Verfahren noch länger haltbar ist. Die Haltbarkeit von ESL-Milch im Kühlschrank ungeöffnet liegt bei circa drei Wochen.
  • Eine offene Milchpackung sollte stets innerhalb von zwei bis vier Tagen verbraucht werden.

Frischmilch oder H-Milch?

H-Milch, also haltbare homogenisierte Milch heißt die Kuhmilch dann, wenn sie für circa vier Sekunden auf eine Temperatur von mindestens 135 Grad Celsius erhitzt wurde. Der große Vorteil ist, dass sie dadurch lange auch ungekühlt haltbar ist. Als nachteilig erweist sich der Vitaminverlust, der durch die starke Erhitzung entsteht.

Frischmilch ist nicht so stark erhitzt. Sie ist frei von schädlichen Keimen, enthält aber noch einen großen Anteil der in der Rohmilch vorhandenen Vitamine und Mineralstoffe. Wer nicht auf lange Haltbarkeit außerhalb des Kühlschranks angewiesen ist, sollte eher zur Frischmilch als zur H-Milch greifen.

Übrigens als Ersatznahrung für das Baby kann Frischmilch, auch wenn sie industriell abgekocht wurde, nicht verwendet werden.

Ist pasteurisierte Milch ungesund?

Frischmilch und ESL-Milch sind fast so gesund wie Rohmilch, weil sie trotz Pasteurisierung noch immer einen großen Teil an Vitaminen und Mineralstoffen aufweisen.

Dass dennoch einige Menschen die Milch nicht vertragen, liegt nicht an der Pasteurisierung, sondern häufig an der Laktose, die auch in der Rohmilch enthalten ist. Wer keinen Milchzucker verträgt, der kann weder Rohmilch noch pasteurisierte Milch noch H-Milch trinken, sondern muss auf eine laktosefreie Milch oder pflanzlichen Milchersatz zurückgreifen.