Reismilch - Infos über den Reisdrink

Reismilch kommt nicht aus dem Euter eines Säugetiers, sondern sie wird aus Reis gewonnen und darf deshalb offiziell nicht als Milch bezeichnet werden. Daher steht auf der Reismilch, die es im Laden zu kaufen gibt, Reisdrink.

Dass sie ein rein pflanzliches Getränk ist, macht die Reismilch für den Veganer interessant. Weil sie keinen Milchzucker enthält, findet sie häufig in der Küche von Menschen, die unter Laktoseunverträglichkeit leiden, Anwendung.

Der Reisdrink besteht immer aus Vollkornreis, der gemahlen, gekocht und vermaischt wird. Anschließend wird er fermentiert, gefiltert, mit Pflanzenöl versetzt und emulgiert. Manchmal mischen Hersteller Aromen, wie Vanille oder Schokolade bei, oder sie geben Zucker oder Salz dazu.

Reismilch Inhaltsstoffe

49 Kilokalorien sind in 100 Milliliter Reismilch. Das liegt etwas über der Kalorienzahl von fettarmer Kuhmilch. Der Eiweißgehalt liegt mit 0,1 Prozent jedoch deutlich niedriger und auch der Fettgehalt beträgt nur 1 Prozent. Was zu Buche schlägt, sind die Kohlenhydrate. Sie betragen 10 Prozent.

Nährwerte von 100 ml Reismilch im Überblick:

  • 49 kcal / 206 kJ
  • 0,1 Gramm Eiweiß
  • 10 Gramm Kohlenhydrate
  • 1 Gramm Fett

Auch an Vitaminen hat der Reisdrink nicht so viel zu bieten wie die Kuhmilch oder eine andere Tiermilch. Und bei den Mineralstoffen sieht es ebenfalls düster aus. Manche Hersteller reichern ihre Produkte daher mit Kalzium an.

Für Säuglinge, Babys oder Kleinkinder ist die Reismilch aber nicht zu empfehlen. Es müssen Mangelerscheinungen wie Rachitis (entsteht durch Vitamin D Mangel) oder Anämie (entstehet durch Eisenmangel) vermieden werden!

Reismilch

Ist Reismilch gesund?

Viele ausgesprochen gesunde Inhaltsstoffe hat die Reismilch nicht aufzuweisen. Dennoch wird sie von Veganern und Allergikern gerne in den Speiseplan einbezogen. Das liegt zum einen an ihrem oft leicht süßlichen Geschmack und zum Zweiten daran, dass sie keine Laktose enthält.

Bei Laktoseunverträglichkeit wird der Reisdrink problemlos vertragen. Die Getreidemilch ist ein rein pflanzliches Erzeugnis und glutenfrei ist sie außerdem. Auch für den Milcheiweiß Allergiker ist sie eine Alternative zur Kuhmilch.

Vorteile und Nachteile

Der Vorteil am Reisdrink ist sein geringer Fettgehalt und sein hoher Kohlenhydratgehalt. Wer am Morgen ein Glas trinkt, der hat Energie für den ganzen Tag. Auch Sportler greifen gerne als Energiespender darauf zurück. Vorteilhaft ist auch, dass Reismilch von vielen Kuhmilchallergikern vertragen wird und dass sie auch bei Milchunverträglichkeit keine Probleme bereitet.

Nachteilig ist der geringe Mineralstoffgehalt. Sie kann weder für Babys als Ersatznahrung verwendet, noch stellt sie für den Veganer einen guten Eiweißlieferanten dar. Weiter von Nachteil ist, dass verschiedene Hersteller ihren Produkten Zucker zufügen.

Reismilch Rezept zum selber machen

Reismilch muss niemand im Supermarkt kaufen, denn es kann sie jeder zu Hause selber machen. Die Zubereitung nimmt ca. 60 Minuten in Anspruch. Folgende Zutaten sind notwendig:

  1. ¾ Tassen Vollkornreis
  2. 4 Tassen warmes Wasser
  3. 1 EL Zucker
  4. 1 Prise Salz
  5. 1 TL Vanilleessenz

Zubereitung des Reismilch Rezept:

  • Zuerst wird der Vollkornreis mit der doppelten Menge an Wasser, also 1 ½ Tassen, in einem Topf mit Deckel gekocht.
  • Dazu wird sobald das Wasser kocht die Hitze stark reduziert, sodass der Reis langsam quellen kann.
  • Wenn alles Wasser verdampft ist, ist der Reis gar.
  • Der gekochte Reis kommt zusammen mit einer Tasse warmem Wasser in den Mixer und wird gut püriert.
  • Der Zucker, das Salz und die Vanilleessenz werden auf das Reispüree gegeben und es wird noch einmal kräftig gemixt.
  • Anschließend wird das restliche Wasser zugegeben und die Reisbrühe darf 30 Minuten ruhen.
  • Die gut durchgezogene Reismilch wird durch ein Mulltuch gefiltert und kann genossen werden.