Kokosmilch - Milch der Kokosnuss

Kokosmilch befindet sich oftmals nicht im Milchregal. In vielen Supermärkten steht die Milch, die aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss hergestellt wird, im Regal für Asia-Lebensmittel. Das liegt wohl daran, dass sie auf dem größten Kontinent der Erde in zahlreichen Ländern zum Kochen verwendet wird. In vielen Soßen, Suppen und Fleischgerichten der asiatischen Küche ist die Zugabe von Kokosmilch ein Muss.

Bei zahlreichen tropischen Völkern gehört die Kokosnuss auch heute noch zu den Grundnahrungsmitteln. In Europa hingegen wird die leckere Milch hauptsächlich für Cocktails wie Piña Colada verwendet oder sie kommt in einem Smoothie zum Einsatz. Kokosmilch, die übrigens sowohl im Tetrapack wie auch in Dosen angeboten wird, ist weiß und hat einen fruchtigen, leicht nussigen Geschmack.

Kokosmilch Inhaltsstoffe

Da für die Herstellung von Kokosnussmilch keine Zusatzstoffe notwendig sind, enthält die Milch nur das, was auch bereits im Fruchtfleisch beinhaltet ist. Neben den üblichen Nährstoffen, wie Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten, gehören bei der Kokosmilch auch zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine zum Repertoire. Die Milch aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss ist mit 2 Prozent Eiweiß und 3 Prozent Kohlenhydraten zwar weder besonders eiweißreich noch sehr kohlenhydrathaltig. Dafür hat sie aber einen Fettgehalt von 21 Prozent.

Nährwerte von 100 ml Kokosmilch im Überblick:

  • 197 kcal / 824 kJ
  • 2 Gramm Eiweiß
  • 3 Gramm Kohlenhydrate
  • 21 Gramm Fett

Der hohe Fettgehalt der Kokosmilch sollte aber nicht abschrecken. Denn er besteht hauptsächlich aus mittelkettigen Fettsäuren. Das sind die sogenannten "guten Fettsäuren", die sich kaum als Hüftgold niederschlagen, sondern vom Körper sofort in Energie umgewandelt werden können. Lediglich wer es mit dem Verzehr der leckeren Kokosmilch übertreibt, muss aufpassen.

Die Liste der gesunden Inhaltsstoffe von Kokosmilch ist schier unendlich lang. So kann sie an Mineralstoffen mit Natrium, Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen aufwarten. An Spurenelementen enthält sie Jod, Zink, Mangan, Schwefel, Selen und Kupfer. Und auch mit Vitaminen ist sie gut bestückt. Sie kann nämlich mit den Vitaminen B1, B2, B3, B4, B6, C und E punkten.

Kokosmilch

Kokosmilch und Kokoswasser

Die weiße Kokosmilch sollten Sie nicht mit dem klaren, fast durchsichtigen Kokoswasser verwechseln. Als Kokoswasser wird die Flüssigkeit bezeichnet, die in der Kokosnuss enthalten ist. Wenn Sie eine Kokosnuss essen möchten und vor dem Öffnen ein Loch in die Schale bohren, fließt das helle Kokoswasser aus. Selbstverständlich ist auch das Kokoswasser genießbar. Es schmeckt leicht süßlich. Je reifer die Kokosnuss, umso weniger Kokoswasser enthält sie.

Die Kokosmilch ist nicht automatisch in der Nuss beinhaltet, sondern wird entweder von Hand oder maschinell hergestellt. Um Kokosmilch zu erhalten, muss das Fruchtfleisch der Nuss ausgelöst und zu feinen Kokosraspeln zermahlen werden. Die Kokosstreusel werden dann entweder mit einer Presse oder durch ein Baumwolltuch gepresst. Die Flüssigkeit, die dabei austritt und aufgefangen wird, ist die Kokosmilch.

Es gibt eine erste und eine zweite Kokosmilch:

  1. Milch, die, wie oben beschrieben, hergestellt wird, heißt erste Kokosmilch. Sie wird ohne Fremdzutaten gewonnen, ist dickflüssig und besitzt einen hohen Fettgehalt.
  2. Für die Herstellung der zweiten Kokosmilch ist die Zugabe von Wasser notwendig. Und zwar werden die bereits ausgepressten Kokosraspeln ein zweites Mal verwendet. Sie werden mit Wasser versetzt und geknetet. Auf diese Weise entsteht eine Masse, die wieder ausgepresst wird. Es entsteht eine dünnflüssigere Milch, die zweite Kokosmilch.
  3. Die erste Kokosmilch ist logischerweise die gehaltvollere. Wer die Kokosmilch als Milchersatz zu sich nehmen möchte, sollte sich an die erste Kokosmilch halten. Ist sie zu dickflüssig oder zu fett, kann sie problemlos mit Wasser verdünnt werden.

Ist Kokosmilch gesund?

Da die Kokosnuss und somit auch die daraus gewonnene Kokosmilch in zahlreichen tropischen Ländern auch heute noch zu den Grundnahrungsmitteln zählen, ist es offensichtlich, dass Nuss und Milch durch ihren hohen Nährwert als gesund eingestuft werden. Das geschieht nicht zu Unrecht, denn dass die Kokosnuss gesund ist, wird durch verschiedene Studien bewiesen.

So führte ein schwedischer Wissenschaftler in den 80er Jahren auf der Insel Kitava eine Studie durch. Er stellte dabei fest, dass ein dort lebendes Papua-Neuguinea-Volk sich fast ausschließlich von der Kokosnuss und ihren Produkten, also auch der Kokosmilch ernährte.

Das Ergebnis der Studie ließ aufhorchen. Denn diese Menschen erkrankten niemals an Demenz. Und auch Herzerkrankungen oder Kreislaufstörungen waren ihnen fremd. Die auf der Insel Kitava lebenden Menschen starben an Malaria, an Alterschwäche oder kamen durch Unfälle ums Leben. Krankheiten, wie sie für die westlichen Industrienationen gar so typisch sind, waren den Inselbewohnern nicht bekannt. Da diese Menschen außer Kokosnüssen und der daraus hergestellten Kokosnussmilch so gut wie nichts zu sich nahmen, lässt sich daraus schließen, dass Kokosnüsse und Kokosmilch gesund sind.

Wenn Sie noch mehr interessante Fakten über die Kokosmilch erfahren möchten, können Sie sich hier: Kokosmilch: köstliche und gesunde Kokosnussmilch schlaumachen.

Vorteile und Nachteile

  • Ein großer Vorteil der Kokosmilch sind ihre gesunden Fettsäuren. Die Triglyceride können vom Körper rasch in Energie umgewandelt werden und setzen sich nicht auf der Hüfte fest.
  • Außerdem sind die mittelkettigen Fettsäuren wichtig für die Energieversorgung von Lymphknoten und Leber. Sie stärken die Schilddrüse und kurbeln den Stoffwechsel an.
  • Die Laurinsäure, ebenfalls eine der mittelkettigen Fettsäuren aus der Kokosmilch, zerstört die Zellwände von Bakterien, Viren und Pilzen. Auf diese Weise befreit sie den Körper von Krankheitserregern und soll beispielsweise auch gegen Akne wirken.
  • Nicht zu vergessen sind natürlich auch all die Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, mit der die gesunde Kokosmilch den Körper versorgt.

Einen kleinen Nachteil weist die Kokosmilch allerdings trotz allem auf. Wer sich so sehr in den Geschmack der leckeren Flüssigkeit verliebt, dass er zusätzlich zu seiner normalen Kalorienaufnahme täglich mehr als 60 Milliliter Kokosmilch verzehrt, muss damit rechnen, dass sein Körper nicht alles Fett in Energie umwandeln kann. Dann macht sich der übermäßige Genuss von Kokosmilch leider doch in Form von Hüftröllchen und Bauchspeck bemerkbar.

Wer die gesunde Kokosmilch als Milchersatz verwenden möchte, muss ihren leicht süßlichen Geschmack bedenken. Dadurch wird sie bei der Zubereitung von Speisen, wenn sie als Sahneersatz dienen soll, deutlich hervorschmecken. Und auch der Kaffee erhält mit Kokosmilch einen leicht exotischen Touch.