Butter - Infos über Kalorien & selber machen

Seit wann die Menschen Butter herstellen, lässt sich heute nicht mehr genau nachvollziehen. Anscheinend geht der Anfang des Butterns bis auf die Anfänge der Viehzucht zurück. Erwiesenermaßen kannten auf jeden Fall die Römer und Griechen der Antike das tierische Streichfett bereits. Allerdings wurde es damals nicht gegessen, sondern in der Medizin verwendet.

Im Mittelalter zählte Butter zur Handelsware, die selbst auf dem Seeweg in ferne Länder transportiert wurde. Weil aber die Kühlmöglichkeiten noch lange nicht dem heutigen Standard entsprachen, geschah es häufig, dass das Fett ranzig und ungenießbar wurde. Erst seit der Erfindung von Kühlschränken und Kühlwagen ist die Butter über längere Zeit haltbar.

Im Jahr 1871 wurde mit der Gründung der ersten deutschen Margarinefabrik der fetthaltigen Butter eine ernsthafte Konkurrenz entgegengestellt. Während in den Anfangsjahren Margarine wegen ihres geringeren Preises erworben wurde, sind es heute gesundheitliche oder ethische Aspekte, die einige Menschen von der tierischen Butter zur pflanzlichen Margarine umsteigen lassen.

Was ist Butter?

Butter wird in den der Regel aus Kuhmilch hergestellt. Es sind aber auch Produkte aus Schafsmilch und aus Ziegenmilch zu haben. Doch auch das Streichfett aus Kuhmilch schmeckt nicht immer gleich. Im Supermarktregal lassen sich nämlich verschiedene Sorten Butter entdecken:

  • Es gibt Süßrahmbutter, die aus Milch oder Sahne hergestellt wird.
  • Sauerrahmbutter wird aus saurer Milch oder Sahne gewonnen.
  • Eine mildgesäuerte Butter besteht ebenfalls aus Süßrahm. Um das leicht säuerliche Aroma zu erreichen werden dem fertigen Milchprodukt Milchsäurebakterien untergeknetet.

Während in Deutschland hauptsächlich ungesalzene Butter gegessen wird, ist es in anderen Ländern, wie beispielsweise in Spanien, üblich salzige Butter zu verzehren. Je nach Marke wird dabei dem Streichfett in der Herstellung grobes oder feines Meersalz oder auch Steinsalz beigemischt.

Butter

Butter: Inhaltsstoffe

Butter ist zwar ein Streichfett, aber wer Kalorien zählt, findet sie auch als fettreduzierte Variante im Handel. Dreiviertelfettbutter enthält zwischen 60 und 62 Prozent Milchfett. Halbfettbutter beinhaltet zwischen 39 und 41 Prozent Fett.

Nährwerte von 100 g Butter mit 80% Fett im Überblick:

  • 714 kcal / 3.102 kJ
  • 1 Gramm Eiweiß
  • 0,6 Gramm Kohlenhydrate
  • 83 Gramm Fett

Die restlichen noch fehlenden 15,4 Gramm sind Wasser. Aber auch mit zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen kann Butter aufwarten. Vitamin A, Retinol, ß-Karotin, Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, B12, C, D, E , KK und Folsäure sind ebenso vorhanden, wie Kalzium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel. Und die lange Liste der gesunden Inhaltsstoffe ist immer noch nicht zu Ende, denn Spurenelemente, wie Eisen, Flor, Jod, Kupfer, Mangan und Zink kommen ebenfalls vor.

Ist Butter gesund?

Ob ein Lebensmittel gesund oder ungesund ist, lässt sich selten allgemein mit ja oder nein beantworten. Gerade die Butter war lange Zeit als Mitverursacher von Herz- und Kreislauferkrankungen und als Dickmacher verschrien.

  1. Neue Studien haben jedoch bewiesen, dass weder der hohe Cholesteringehalt des tierischen Streichfettes, noch ein Fettgenuss in Maßen dem gesunden Menschen schaden.
  2. Im Gegenteil, die kurzkettigen Fettsäuren der Butter sind als schneller Energielieferant bei Sportlern sehr beliebt.
  3. Auch gibt es wissenschaftlich begründete Hinweise, dass Milchprodukte das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.
  4. Und wer sich außerdem die lange Aufzählung der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente ansieht, kann kaum behaupten, dass Butter ungesund sei.

Butter selber machen

Butter selber machen ist nicht schwer. Sie benötigen dazu lediglich einen guten Handrührer, kaltes Wasser, Eiswürfel, einen Mixbecher, eine Schüssel und natürlich Sahne. Je fettreicher die Sahne ist, umso schneller lässt sie sich zu Butter verarbeiten.

  • Gießen Sie 0,5 Liter Sahne in einen hohen Rührbecher und beginnen Sie, mit dem Handmixer die Sahne zu schlagen.
  • Schlagen Sie den Rahm weit über das gewohnte Stadium hinaus. Wenn Sie immer weiter mixen, wird die steife Sahne zunächst dicke Flocken bilden. Danach verflüssigt sie sich kurz und anschließend setzt sich ein fester Butterklumpen am Boden des Rührbechers ab und bleibt beim Schlagen in den Rührstäben hängen. Darüber sammelt sich die Buttermilch.
  • Gießen Sie die Buttermilch in ein Glas, sie kann getrunken werden und schmeckt sehr lecker.
  • Füllen Sie nun die Schüssel mit kaltem Wasser und geben Sie ein paar Eiswürfel dazu.
  • Dann legen Sie Ihren Butterklumpen ins Eiswasser und kneten ihn unter Wasser kräftig durch.
  • Dabei tritt noch weitere Buttermilch tröpfchenweise aus.
  • Wenn das Eiswasser beginnt, trübe zu werden, tauschen Sie es aus.
  • Kneten Sie solange, bis das Wasser klar bleibt.
  • Dann wickeln Sie die fertige Butter in Pergamentpapier ein und legen sie über Nacht in den Kühlschrank.
  • Am nächsten Morgen können Sie eine leckere, frische, selbstgemachte Butter zum Frühstück genießen.

Wer mag, kann seinem selbst gemachten Streichfett vor dem Kühlen ein paar frische Kräuter unterkneten, Knoblauch beimischen oder es einfach nur mit Salz würzen. Wer eine Sauerrahmbutter bevorzugt, der gibt auf 0,5 Liter Sahne 6 Teelöffel Joghurt und lässt die Mischung über Nacht stehen. Am nächsten Morgen wird, wie oben beschrieben, die Sahne zu Butter verarbeitet und in den Kühlschrank gelegt.