Ziegenmilch - Milch von Ziegen

Der größte Anteil an Ziegenmilch wird in Europa zu dem aromatisch schmeckenden Ziegenkäse verarbeitet. Wer Ziegenmilch trinkt, wird einen leicht süßlichen, strengen Geschmack feststellen, der sich unter anderem darauf zurückführen lässt, dass sie schnell Fremdgerüche annimmt. Außerdem spielt der hohe Gehalt von Caprinsäure bei dem typischen Geschmack nach "Ziegenbock" eine Rolle.

Bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung gehen die Meinungen der Experten auseinander. Einige Professoren raten von Ziegenmilch zur Säuglingsernährung ab, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit erklärt die Säuglingsnahrung auf Ziegenmilchbasis jedoch für sicher.

Übrigens nicht nur Menschenkinder vertragen Ziegenmilch, auch kleine Katzenbabys, die von der Mutter getrennt wurden, können mit ihrer Hilfe großgezogen werden.

Ziegenmilch Inhaltsstoffe

100 Milliliter Ziegenmilch weisen circa 69 Kilokalorien auf. Sie hat vier Prozent Fett. Ihr Eiweißgehalt beträgt circa drei Prozent und der Gehalt an Kohlenhydraten liegt bei vier Prozent.

Nährwerte von 100 ml Ziegenmilch im Überblick:

  • 69 kcal / 290 kJ
  • 3 Gramm Eiweiß
  • 4 Gramm Kohlenhydrate
  • 4 Gramm Fett

Besonders wertvoll ist die Ziegenmilch wegen ihres hohen Gehaltes an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die gesunde Flüssigkeit beinhaltet Kupfer, Zink, Phosphor, Kalzium, Kalium, Natrium und Magnesium. Außerdem wartet sie mit den Vitaminen A, B1, B2, C, D und E auf. Gerade ihr hoher Vitamin D Gehalt wirkt sich bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung positiv aus, denn Vitamin D trägt zur Rachitis Prophylaxe bei.

Die Fettsäuren sind kurz- und mittelkettig. Sie sind leichter verdaulich und setzen sich nicht an der Hüfte als Fettpölsterchen ab. Daher kommt die Milch bei einigen Diäten zur Gewichtsreduzierung zur Anwendung.

Ziegenmilch

Ist Ziegenmilch gesund?

Schon in der Antike galt Ziegenmilch als gesund. Der griechische Arzt Hippokrates pries sie als Lebenselixier und bereits im 16. Jahrhundert galt die in ihr enthaltene als heilsam. Die gute Verdaulichkeit ist seit Langem bekannt, daher greifen viele Patienten mit Verdauungsproblemen auf die bekömmliche Milch zurück.

Die Volksheilkunde sagt der Ziegenmilch noch weitere Heilwirkungen nach: Angeblich kann sie die Konzentration fördern, die Nerven stärken, gegen Lungenerkrankungen helfen, die körpereigene Immunabwehr verbessern, Hautstörungen entgegenwirken und die Durchblutung der Haut so verbessern, dass eine Faltenwirkung zurückgeht.

Vorteile und Nachteile

Der größte Vorteil der Ziegenmilch liegt in ihrer guten Verdaulichkeit, die nicht erst durch Homogenisierung hergestellt werden muss, wie das bei der Kuhmilch der Fall ist. Auch Allergiker vertragen sie oft besser, denn sie enthält weniger allergene Stoffe. Und das gesunde Vitamin A ist bereits so enthalten, dass es der menschliche Körper verwerten kann.

Nachteilig ist der strenge Geschmack. Außerdem enthält sie keine Folsäure, was bei der Verwendung zur Säuglingsnahrung zu bedenken ist.

Ziegenmilch für Haut und Haare

Bereits die ägyptische Kaiserin Kleopatra badete in Ziegenmilch, um ihrer Haut Gutes zu tun. Neuere Studien haben ergeben:

  1. Dass die Inhaltsstoffe der Ziegenmilch dem natürlichen Säureschutzmantel der Haut entsprechen.
  2. Die Milch der Ziege spendet der Haut Feuchtigkeit und natürliche Pflege.
  3. Sie fördert die Durchblutung der Haut und kurbelt dadurch auch den Stoffwechsel an.
  4. Weiter enthält sie das für die Haut wichtige Vitamin E und wirkt entzündungshemmend.
  5. Die milde Ziegenmilch kommt in vielen Naturshampoos vor. Viele Anwenderinnen sind begeistert von ihrer beruhigenden Wirkung auf die Kopfhaut.